LAP für Vielfalt in Pößneck 2007

Starterkonferenz des LAP im Rathaus PößneckDie breite Bürgerschaft wurde über den Lokalen Aktionsplan durch eine Starterkonferenz, die am 27. Februar 2007 im Rathaus in Pößneck stattfand, informiert. Daran nahmen unterschiedliche zivilgesellschaftliche Akteure und Vertreter des Ämternetzwerkes, der Schulen, der Wirtschaft, der Politik und die lokale Presse teil. Über diese Veranstaltung wurde in der Lokalen Presse berichtet. Jedoch war die Resonanz bezüglich der Antragstellung für den LAP gering. Anfang September und Anfang Oktober 2007 gab es dann zwei Ideenkonferenzen zum LAP bei welchen sich die gleichen Akteure beteiligten. In diesem Zusammenhang gab es eine größere Resonanz von Einzelprojektträgern, die für den LAP und dessen Umsetzung Interesse zeigten und Projektideen einbrachten.
Vernetzungen gab es im Zuge der Vorbereitung und Durchführung von Einzelprojekten. Für die Anne-Frank-Ausstellungen kooperierten beispielsweise die jungen Erwachsenen der Aktionsbündnisses Courage, SchülerInnen des Gymnasiums und die Evangelische Jugend miteinander. Während des Skulpturenfrühlings arbeiteten VertreterInnen des GGP Media, verschiedene regionale und überregionale Künstler aus der Region, VertreterInnen von unterschiedlichen Vereinen und das Aktionsbündnis Courage miteinander, so dass es zu einer Ausschwitzausstellung, einer Gestapoausstellung und anderen Einzelausstellungen kam, die sich mit der jüngeren deutschen und regionalen Geschichte auseinandersetzten. Die Street Soccer Tage, die vom Bildungswerk BLITZ gemeinsam mit dem Aktionsbündnis Courage durchgeführt wurden, integrierten vor allem Jugendliche aus bildungsfernen Schichten und während der Pausen zu den Spielen wurde dabei über Rechtsextremismus aufgeklärt. Die Multiplikatorenschulung für ÜbungsleiterInnen der Sportvereine führten der Sportverein Saale-Orla und das Bildungswerk BLITZ gemeinsam durch. Das Mobile Team, das in Kooperation vom Aktionsbündnis Courage und dem Bildungswerk BLITZ durchgeführt wurde knüpfte Kontakt zu den Schulen und Jugendeinrichtungen und führte dort Seminare gegen Rechtsextremismus durch.
Im Begleitausschuss haben sich die zivilgesellschaftlichen und staatlichen Akteure in einem demokratischen Prozess im Entscheidungsverfahren zu den Einzelprojekten mit unterschiedlichen demokratischen Wertvorstellungen auseinandergesetzt. Durch die Begleitausschussmitglieder sind Teile des Präventionsrates vertreten, so dass diese stellvertretend für den Präventionsrat die Plattform für ein funktionstüchtiges Netzwerk bildete. Die Begleitausschussmitglieder wirken als Multiplikatoren in die unterschiedlichen Gruppen aus Politik und Gesellschaft, die sie vertreten. Durch die Multiplikatorenwirkung wurde das demokratische Verständnis in diesen Gruppen nachhaltig gestärkt.

 

 Projektbilder

Wahlen im Kinderdorf
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Langenorlaer Kinder gestalten gemeinsam mit ihrem Bürgermeister ein Gewaltparameter