Ergebnisse der Begleitausschusssitzung vom 22.11.2018

In der letzten Begleitausschusssitzung des Jahres 2018 kam es unter anderem auch zur Empfehlung einiger Projektanträge.

Der Empfehlung des Begleitausschusses folgt die Partnerschaft für Demokratie im Saale-Orla-Kreis und freut sich somit folgende Projekte zu fördern:

 

Diakonieverein Orlatal e.V. – „Erzählcafé“

Diese Verantaltungen sind gefüllt mit Gesprächen und anschließender Diskussionsrunde, wie sich eine Familie aus Syrien, nun nach über 3jährigem Aufenthalt, in Neustadt/Orla und Umgebung integriert fühlt.
Diese Familie berichtete bereits vor 2 Jahren über ihre Erlebnisse bei der Flucht, sowie Ankunft und Aufnahme hier in Deutschland und in Neustadt.

Ziel ist es, Menschen mit und ohne Migrationshintergrund ins Gespräch zu bringen, um Wünsche oder Anregungen zu erfahren, wie Integration noch besser funktionieren kann.
Die Diskussion wird dokumentiert und der Ergebnisbericht an entsprechende Stellen weitergeleitet, zum Beispiel an das Landratsamt Saale-Orla-Kreis.

 

Freizeitzentrum Pößneck e.V.  „Theatertreff bunterkund“

Prinzip des Theatertreffs bunterkund ist, jeden Menschen ob behindert oder nicht, ob gesund oder krank, alt oder jung, am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen. Das Ziel des Theatertreffs bunterkund ist es, den Zuschauer zum Nachdenken anzuregen und ihm dabei zu unterstützen sich eine eigene Meinung zu bilden, sie zu hinterfragen und zu reflektieren.

Der Theatertreff besteht aus vier Gruppen:

Das „Schwarze Theater – Wunderwelten“ besteht aus Kindern und Jugendlichen im Alter von 8 – 14 (ein Kind mit Körperbehinderung) Jahren. Die Choreografin ist sehbehindert.

Die Theatergruppe „Konfetti“ ist eine Schülertheatergruppe (13 – 16 Jahre).

Die Gruppe „Butterblümchen“ besteht aus Menschen mit körperlich und geistigen Behinderungen und nicht behinderten Kindern.

Die Gruppe „Tratschweiber“ besteht aus erwachsenen Personen.

 

Bildungswerk Blitz e.V. Schulkonzept zur Fotoausstellung „Campanile mit Landschaft“ von Dr. Spiegler

Der dritte bewilligte Projektantrag stellt eine Ergänzung zu einem bereits im Januar dieses Jahres durchgeführten Projektes dar.

Es wurde entwickelt, um diese aussagkräftigen, höchstaktuellen Thematiken der Bilder auch Jugendlichen zugänglich zu machen. Die Ausstellung im Januar wurde nur von sehr wenigen Kindern und Jugendlichen besucht.

Die Fotografien des Künstlers Aribert Janus Spiegler zeigen eine neue, ungewohnte Sicht auf den Glockenturm am Ettersberg. Als Zentrum einer großen Mahnmalanlage wurde er 1958 errichtet, um an die Verbrechen im Konzentrationslager Buchenwald zu erinnern und die deutschen kommunistischen Widerstandskämpfer zu ehren. In seinen Fotografien setzt Spiegler bewusst bekannte Orte der „Hochkultur“ in Erfurt und Weimar in bildliche Beziehung zu diesem Mahnmal.
Ziel der Ausstellung ist es, den Teilnehmenden (Schüler*innen beider 10. Klassen des Orlatalgymnasiums) die Möglichkeit zu geben, sich die Ausstellung und deren Inhalt zu erschließen und die gewonnenen Eindrücke und Erkenntnisse in Gruppenarbeit multimedial umzusetzen.
Alle Inhalte werden abschließend im Plenum präsentiert und diskutiert sowie der Transfer durch die Unterstützung von Begleitpersonen (Sozialpädagogen, Herrn Spiegler, PfD SOK) transferiert, d.h. den Inhalt in Beziehung zu aktuellen Themen wie gesellschaftliche Verantwortung, Zivilcourage, Menschenrechte, Demokratie und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit gesetzt.

 

Allen Projektträgern herzliche Glückwünsche und gutes Gelingen für Ihre Projekte!

Sie haben eine Idee, wie Sie die Gesellschaft, in der Sie leben, mit einem Projekt fördern könnten? Sie haben Interesse, die demokratische Gesellschaft in der Sie sich bewegen, mit zu gestalten?

Dann wenden Sie sich an uns!

Rufen Sie uns an, schreiben Sie uns!

Themenabend Antisemitismus am 13.11.2018 in Pößneck

Am 13.11.2018 konnten wir ca. 15 Personen zu einem Rundgang durch Pößneck zum jüdischen Leben in der Stadt begrüßen. Unter ihnen Prof. Dr. Schramm, Vorsitzender der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen, Christoph Lammert und Christian Rühl von Mobit, Robert Friedrich von ezra und einige interessierte Bürger des Landkreises. Geführt und mit etlichen Details versorgt wurden wir von Philipp Gliesing.


Im Anschluss fanden wir uns mit ca. 20 weiteren Interessierten im Bilke-Saal ein, um nach Vorträgen von C. Lammert und R. Friedrich, sowie einem Vortrag von Prof. Dr. Schramm zu diesem Thema zu diskutieren. Auf dem Podium zu dieser Diskussion ergänzte uns zu den bereits genannten Franziska Schmidtke, Stellvertretende Vorstizende der Deutsch-Israelische Gesellschaft e.V., AG Erfurt.
Unter reger Beteiligung des Publikums wurden aktuelle Antisemitismusformen, die Rolle Israels und viele weitere Aspekte zum Teil sehr kontrovers diskutiert.
Sicherlich kann eine solche Veranstaltung nicht umfangreiche Antworten auf ein über zweitausendjähriges Problem geben, aber informieren, Denkanstöße geben und gegebenfalls sogar Projekte zu diesem Thema initiieren.

Ihr wollt euch engagieren?
Jederzeit!
Schreibt uns an, ruft uns an, sprecht uns an!

Vielen Dank an alle Teilnehmer!
Der Wunsch nach einer Folgeveranstaltung wurde vielfach geäußert, we’ll see…😉

Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Schramm zu Antisemitismus

Die Meldungen, dass antisemitische Straftaten in diesem Jahr bereits um über 10 Prozent angestiegen sind, machen deutlich, dass Antisemitismus in der deutschen Gesellschaft nach wie vor eine viel größere Rolle spielt, als es die öffentliche Wahrnehmung vermuten lässt. Um so wichtiger ist es, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, wie diese besorgniserregende Zunahme 80 Jahre nach dem Novemberpogrom von 1938, das den auch aus heutiger Sicht unfassbaren Auftakt zur Shoah einleitete, überhaupt erklärbar ist.

Um sich diesem Thema konstruktiv annähern zu können, sollen dem Publikum im Vortrag von Christoph Lammert und Robert Friedrich aktuelle Erscheinungsformen von Antisemitismus veranschaulicht und verständlich erklärt werden. Anschließend werden  vorliegende Erkenntnisse zur Verbreitung von Antisemitismus und antisemitischen Einstellungen in Deutschland in den Blick genommen. Im Fokus stehen dabei insbesondere die alltäglichen Erfahrungen und Perspektiven von deutschen Jüdinnen und Juden. Zum Abschluss geben die Beratungsstellen des Landesprogramms gegen Rechtsextremismus „Denk Bunt“ Mobit und ezra anhand von Beispielen aus der Praxis einen Einblick in Antisemitismus und antisemitische Gewalt in Thüringen.

Im Anschluss stellt der Vorsitzende der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen, Herr Prof. Dr. Reinhard Schramm, die aktuelle Antisemitismusdebatte aus Sicht der in Thüringen lebenden Juden dar. Aus dem Blickwinkel eines Betroffenen erhalten die Zuhörer Einblicke in eine Situation, die vielen fern scheint.

Den Vorträgen geht ein Rundgang zu den Pößnecker Stolpersteinen mit Philipp Gliesing voraus.

Beginn des Rundganges ist 17:00 Uhr, Treffpunkt ist vor der Stadtbibliothek Bilke, Klosterplatz 1, 07381 Pößneck, wo er auch endet.

Die Vorträge mit anschließender Diskussion beginnen 18:30 Uhr im Bilkesaal unter o.g. Adresse.

Wir freuen uns auf eine zahlreiche Teilnahme zum Rundgang, den Vorträgen und der anschließenden Diskussion.

 

 

 

 

 

 

Demokratiekonferenz 2018

„Demokratie3 – drei Themen, drei Termine, drei Locations“

Die Demokratiekonferenz 2018 der Partnerschaft für Demokratie im Saale-Orla-Kreis

 

Im Zeitraum zwischen dem 18.09.2018 und dem 26.09.2018 fanden in Schleiz, Bad Lobenstein und Pößneck die drei Veranstaltungen der diesjährigen Demokratiekonferenz der Partnerschaft für Demokratie im Saale-Orla-Kreis statt.

 

Startschuss waren die zwei Filmvorführungen des Dokumentarfilms „Neben den Gleisen“ im Kino im Hörsaal in Schleiz.

45 Kinder und Jugendliche und ihre 5 Betreuer*innen sahen die Vorstellung am Vormittag und diskutierten anschließend untereinander und mit dem Regieassistenten und Kameramann Michael Kockott. Am Abend sahen knapp 20 Gäste den Film und beteiligten sich ebenso rege an der anschließenden Diskussion.

Am Folgetag kamen 60 Gäste zum Vortrag von Prof. Dr. Dreyer, der sehr kurzfristig für den erkrankten Dr. Gerber einsprang. Herr Prof. Dr. Dreyer referierte zu möglichen Parallelen zwischen den politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Weimarer Republik und der heutigen Zeit. Dieses Thema griffen Frau Dr. Hetmank-Breitenstein, Herr Prof. Dr. Greiling, (beide FSU Jena), Frau Scherf-Michel (Kommunalpolitikerin), Herr Gruhner und Herr Kalich (beide MdL) unter der Leitung von Herr Dr. Haak in der Rolle des Moderators in der anschließenden Diskussion wieder auf. Auch hier waren 40 Kinder und Jugendliche vertreten, die interessiert und kritisch die anschließende Diskussion mitgestalteten.

Am 26.09.2018 folgte das abschließende Barcamp, bei dem sich über 30 Kinder und Jugendliche über viele Stunden zu Themen wie Politische Bildung, Mobbing an Schulen, Umgang mit Rassismus u.v.m. intensiv auseinandersetzten. Es wurde konzentriert gearbeitet in einer, den Wünschen der Jugendlichen entsprechenden Atmosphäre im Gebäude des PaF e.V. in Pößneck.

Teils wurden hier sogar bereits konkrete Absprachen unter den Teilnehmer*innen getroffen, wie z.B. ein Müllsammeltag in Pößneck. Ein hervorragendes arabisches Buffet gab der Mittagspause das nötige Tuning.

Somit befassten sich bei diesen drei Veranstaltungen knapp 120 Schüler*innen sowie einige wenige zivilgesellschaftliche Akteure und Verwaltungsmitarbeiter intensiv mit der aktuellen Situation im Landkreis und ihren Visionen zur Zukunft ihrer Region.

Nun gilt es die etwa 100 Feedbackbögen und die zahlreichen Rückmeldungen via Beteiligungsangebote auszuwerten und die weitere Arbeit der Partnerschaft für Demokratie im Saale-Orla-Kreis einfließen zu lassen

Ergebnisse der Begleitausschusssitzung vom 03.05.2018 im Pflegeheim der Volkssolidarität Pößneck

Die Sitzung vom 03.05.2018 fand im Konferenzraum des Pflegeheims der Volkssolidarität Pößneck in der Jahnstraße 17a) statt, wofür an dieser Stelle nochmal unser herzlichster Dank steht.

Mit zwölf von achtzehn stimmberechtigten Mitgliedern waren 2/3 vertreten und die Beschlussfähigkeit somit gegeben.

Neben der Aktualisierung der Geschäftsordnung, die zeitnah auf unserer Homepage zu finden sein wird, sowie den ersten Gedanken zur diesjährigen Demokratiekonferenz des Landkreises, galt es noch, über drei aktuelle Einzelprojektanträge zu beraten.

Wir gratulieren den Antragstellern, deren vorgestellte Ideen zur Förderung empfohlen wurden!

 

1.  Ferien- und Freizeitgestaltung im ländlichen Raum

– SV Blau-Weiß ’90 Neustadt (Orla) e.V.

Gemeinsam führen die beiden Vereine SV Blau Weiß 90‘ Neustadt (Orla) e.V. und FC Chemie Triptis e.V. eine Fußball-Ferienfreizeit für Kinder und Jugendliche im Alter von 6 – 14 Jahren durch. Das Camp findet vom 09.07.18 – 13.07.18 sowie 16.07.18  – 20.07.18 jeweils von 08.00 Uhr – 17.00 Uhr statt.

Vormittags sollen sportliche Aktivitäten, Spiele und Wettkämpfe stattfinden. Am Nachmittag sollen verschiedene Ausflüge sowie Erholungsphasen stattfinden.

Zentrales Thema bei allen Aktivitäten werden Respekt, Toleranz und Demokratieverständnis sein. Durch die Teilnahme von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund wird den Teilnehmern die Möglichkeit gegeben, interkulturelle Kompetenzen zu erwerben und direkt mit den neuen Mitbürgern in Kontakt zu treten. Jeder Teilnehmer bekommt Sportkleidung zur Verfügung gestellt, die symbolisch zum Einheitsgedanken der Gruppe beitragen soll. Bei Besuchen verschiedener Vereine sollen die Kinder und Jugendlichen mehr über ehrenamtliche Arbeit erfahren. Die gemeinsamen Erlebnisse und der Austausch in der Gruppe schulen die soziale Kompetenz der Teilnehmer und tragen zur Bereicherung der persönlichen Lebenswelt bei.

Gemeinsame Kommunikations- und Verhaltensregeln, die es zu Beginn der Freizeit zu erarbeiten gilt, werden von den Teilnehmern während der Ferienfreizeit umgesetzt, überprüft und gegebenenfalls angepasst. Der Fokus liegt auch hier auf Respekt, Offenheit, Toleranz und Akzeptanz untereinander. Mithilfe von erlebnispädagogischen Methoden werden diese Themen bearbeitet und prägen sich so bei den Teilnehmern besser ein und ermöglichen einen Transfer in alltägliche Situationen der Teilnehmer. Am Ende eines jeden Tages werden das Erlebte und die Erfahrungen in der Gruppe reflektiert, besprochen, bearbeitet und evaluiert. Zudem findet am Ende jedes Durchganges ein Abschlussabend mit den Eltern statt, an welchem auch Kommunal- und/oder Landespolitiker teilnehmen.

 

2.  Krieg, Gewalt und Demokratieerfahrung 1918/19

– Förderverein für Stadtgeschichte e.V. Neustadt an der Orla

Im November werden es 100 Jahre, dass nach vierjährigem Krieg zwischen dem Deutschen Reich und den Alliierten Waffenstillstandsverhandlungen geführt wurden. Während dieser Beratungen vom 08. bis 11. November 1918 erfolgten am 9. November die Abdankung des Deutschen Kaisers Wilhelm II. und die Ausrufung der „Weimarer Republik“. Zuvor war es seit dem 03.11. 1918 zu revolutionären Unruhen gekommen (Novemberrevolution). Das Projekt widmet sich nicht der „Weltgeschichte“, sondern mit den Schwerpunkten Gewaltprävention, Demokratieerfahrung und Weltoffenheit dem Geschehen vor Ort. Es gliedert sich in drei Bestandteile:

  1. Ausstellung

Nach anfänglicher Begeisterung bei Kriegsausbruch im August 1914, kippte die Stimmung jedoch, da sich die Lage an der „Heimatfront“ rasch verschlechterte und es enorme Kriegsverluste gab. Dies führte dazu, dass aus dem Freudentaumel tiefe Trauer und Verzweiflung wurden. Mehr als 230 junge Männer aus Neustadt an der Front den Tod, der erste drei Wochen nach Kriegsausbruch, als letzter der 18-jährige Malerlehrling Heinrich Patzer.

Eine Projektgruppe des Orlatal-Gymnasiums beschäftigt sich mit den Biographien aller gefallenen Soldaten aus ihrer Heimatstadt, die in vielen Fällen nicht älter waren als heutige Gymnasiasten. Die Beschäftigung gilt aber auch der Situation an der „Heimatfront“ zu Hause, wodurch das Schicksal der Schwestern und Mütter der Gefallenen in den Fokus tritt. Auf der Grundlage von Quellen des Neustädter Stadtarchivs und der örtlichen Presse (u. a. Todesanzeigen) wird eine Dokumentation erarbeitet, die öffentlich in dieser Ausstellung gezeigt wird.

 

  1. Historische Lesung als ca. achtstündige Aktion unter dem Arbeitstitel „Nie wieder Krieg – Kriegstote mahnen“

Aus der Beschäftigung mit den Biographien aller „Weltkriegstoten“ aus Neustadt an der Orla wird eine Lesung in Zusammenarbeit mit Schüler_innen des Orlatal-Gymnasiums entwickelt, während der all diese Kriegsopfer in Erinnerung gerufen werden und eine biographische Würdigung erfahren. Am 09.11.2018 in Neustadt an der Orla wird in den einführenden Erläuterungen hierzu auf die Kriege der Gegenwart und auf die Kriegsgefahr auch für uns hingewiesen, aber auch auf die Opfer und das Leid bei den Kriegsgegnern 1914/18. Dies mündet in einem Plädoyer für Frieden, Toleranz und Weltoffenheit.

 

  1. Historischer Vortragsabend

Kriegsende und Neubeginn erhielten „vor Ort“ ihre konkrete Gestalt durch die Heimkehr der überlebenden, oft schwer verwundeten Soldaten und durch die politischen Veränderungen in jenem Staat, zu dem Neustadt an der Orla in jener Zeit gehörte: das Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach. Hier erfolgte der Thronverzicht durch Großherzog Wilhelm Ernst ebenfalls am 9. November 1918. Für die Menschen eröffneten sich fortan neue Möglichkeiten der politischen Teilhabe (Arbeiter- und Soldatenräte, kommunalpolitisches Engagement), und es begann der Übergang zur Demokratie der Weimarer Republik.

Dem Ende von Erstem Weltkrieg und Fürstenherrschaft im Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach soll am 16.11.2018 in Neustadt an der Orla im Augustinersaal ein historischer Vortragsabend gewidmet werden, für den der Leitende Archivdirektor des Landesarchivs Thüringen, Herr Dr. Bernhard Post (Weimar) gewonnen werden konnte.

 

3.  Neustädter KinoSommer

– Ehrenamtsinitiative „Neustädter KinoSommer“

Der Neustädter Kinosommer ist eine Veranstaltungsreihe innerhalb des kulturellen Angebots der Stadt Neustadt. Seit bereits 9 Jahren initiieren ehrenamtliche Organisatoren Kinoabende an ungewöhnlichen Orten, um neben guter Unterhaltung auch Diskussionen und Denkanstöße über brisante oder aktuelle Themen unter den Zuschauern anzuregen.

Bei der Filmauswahl folget man nicht dem Mainstream, sondern setzt bewusst auf kleinere Produktionen und Nischenfilme. Auch bei den Präsentationen der Filme werden besondere, außergewöhnlich oder auch thematisch angepasste Orte gewählte. Oft folgen Gedankenaustausch oder moderiete Gespräche gleich unmittelbar nach der Kinoveranstaltung.

Dieses Jahr werden zwei Filme mit hochaktuellen Themen unserer Gesellschaft präsentiert. Im Mittelpunkt stehen dabei die Bewältigung und der Umgang mit/von Stress und  Gewalt, sowie die aktuell verstärkt diskutierte Geschlechterfrage.

Zu diesen Themen werden am 29.06.2018 der Film „Nur Fliegen ist schöner“ und am 17.08.2018 der Film „The danish girl“, jeweils mit anschließender Diskussion, gezeigt.

 

Allen Projektträger nochmals unsere Glückwünsche und auch die besten Wünsche zur Umsetzung der Projekte!

Ergebnisse der Begleitausschusssitzung vom 15.03.2018 im Rathaus von Neustadt an der Orla

Neben den Tätigkeitsberichten des Jugendforums und der Externen Koordinierungs- und Fachstelle, standen bei der vergangenen Sitzung die Projektanträge des ersten Quartals im Mittelpunkt.

 

Wir freuen uns dass folgende Projekte zur Förderung empfohlen wurden:

 

1. Fotoausstellung „Landschaft mit Campanile“

– Dr. Spiegler

Die Foto-Ausstellung „Landschaft mit Campanile“ war vom 24. Januar bis zum 28. Februar im Landratsamt Saale-Orla zu sehen und wurde von Landrat Thomas Fügmann eröffnet.

Dr. Aribert Janus Spiegler fokussiert mit seiner Ausstellung nur scheinbar den Blick auf den Glockenturm am Ettersberg – den Campanile. Er erinnert an das Konzentrationslager Buchenwald und damit an einen Ort der Verbrechen des deutschen Nationalsozialismus als einen Ort der Un-Kultur. Dieser tritt in den Fotografien in unmittelbaren Dialog mit den Orten der Hoch-Kultur in Weimar und Erfurt.

Die Foto-Serie öffnet den Blick für geschichtliche Zusammenhänge in der deutschen und damit europäischen Geschichte. Sie verweist auf aktuelle Herausforderungen, die geeignet sind, Verantwortung aus dieser Geschichte für das Heute und Jetzt zu übernehmen. Die Begleittexte verschaffen dem Betrachter einen leichten Zugang zu den Inhalten, die in der Summe ein Plädoyer gegen alle Formen der Gewalt, der Fremdenfeindlichkeit und der Intoleranz sind.

 

2. Fest der Völkerverständigung am 12.05.2018

– Förderverein der Grundschule Langenorla e.V.

In Langenorla finden seit 15 Jahren Gedenkveranstaltungen für die im Ortsteil Kleindembach der Gemeinde Langenorla untergebrachten Zwangsarbeiter der REIHMAHG statt.
An dieser Gedenkveranstaltung beteiligen sich viele Vereine der Gemeinde und die Einwohner bringen sich generationsübergreifend aktiv bei der Vorbereitung und Durchführung ein.

Schwerpunkt ist in diesem Jahr wieder die Einbeziehung der jüngeren Generation in die Aktivitäten rund um die Gedenkveranstaltung.

Durchgeführt werden unterschiedliche Projekte, die das Thema „Aufarbeitung und Aussöhnung“ aufnehmen und speziell für Kinder zugeschnitten sind.

In Vorbereitung auf die Gedenkveranstaltung wird es für die Kinder der 4. Klasse der Grundschule Langenorla einen Vortrag über die NS-Zeit geben. Der Vortrag setzt sich mit den Folgen von Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung auseinander.

Während eines weiteren Projektes werden die Kinder die Gedenkstätte für die 152 slowakischen Widerstandskämpfer sowie die Gedenkstätte für die drei ermordeten Italiener (KZ-Häftlinge) pflegen.

Während der Gedenkveranstaltung am 12. Mai 2018 (Fest der Völkerverständigung) legen die Schüler gemeinsam mit den Zwangsarbeitern bzw. deren Angehörigen Blumen an der Gedenkstätte ab.

 

3. Begleitung des Jugendforums und Betreuung des Jugendfonds

– Kreisjugendring Saale-Orla e.V.

Das Jugendforum wurde zur Stärkung der Beteiligung von jungen Menschen an der „Partnerschaft für Demokratie“ eingerichtet. Die Mittel werden zur Förderung von Projekten verwendet, welche die Zielstellung des Bundesprogrammes „Demokratie leben!“ verfolgen. Ziel ist, junge Menschen für Beteiligungsprozesse zu begeistern und darin zu unterstützen, Gesellschaft selbständig mitzugestalten und nach ihren Ideen und Bedürfnissen zu entwickeln. Das Jugendforum knüpft an die jeweiligen Bedürfnisse vor Ort an.

Der Kreisjugendring Saale- Orla e.V. unterstützt das Jugendgremium „Jugendbeirat“ bei der Organisation. Der Jugendbeirat ist das Entscheidungsgremium, dass darüber befindet, wer, wie viel und für was Mittel aus dem Jugendfonds erhält.

Der Kreisjugendring Saale- Orla e.V. begleitet die Akteurinnen und Akteure des Jugendforums fachlich und verwaltet die bereitgestellten Mittel des Jugendfonds. Durch die Begleitung des Kreisjugendrings soll der Zugang zu den Mitteln des Jugendfonds für die Jugendlichen möglichst einfach gestaltet werden. Durch die individuelle Beratung soll den Jugendlichen die Angst vor den bürokratischen Hürden genommen werden.

 

4. Wanderausstellung „Kindern eine Stimme geben!“

– Bildungswerk Blitz e.V.

„Kindern eine Stimme geben“ war das Motto des jährlich am 20. September stattfindenden Weltkindertages im Jahr 2017. Im Vorfeld der Bundestagswahl riefen die Kinderrechtsorganisationen gemeinsam dazu auf, mehr Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche in Deutschland zu schaffen.

Weil sich Bildungswerk BLITZ e.V. dieser Forderung uneingeschränkt anschließt, wurde am 23.09.2017, dem Wahlsonntag, in Pößneck ein Kinderfest organisiert und durchgeführt, verknüpft mit dem Transport des inhaltlichen Anliegens „Kindern eine Stimme geben.“ Gefördert wurde auch dieses Projekt durch die Partnerschaft für Demokratie.
Um eine Nachhaltigkeit der Veranstaltung und die Weiterarbeit im Themenfeld zu gewährleisten, entstand diese Wanderausstellung. Während der Veranstaltung fertigte ein Fotograf hochwertige Porträtfotos von Kinder und Jugendlichen an. Die TeilnehmerInnen formulierten zuvor einen Wunsch oder eine Botschaft und schrieben diese in eine Sprech- oder Denkblase, die dann ebenfalls auf dem Foto zu sehen ist. Ebenfalls sollen die im Vorfeld der Veranstaltung entstanden Bilder des Malwettbewerbs an den Schulen Eingang in die Ausstellung finden.
Teil des begleitenden pädagogischen Konzeptes sind Fragen, Anmerkungen und Anregungen, die in 10x15cm-großen Rahmen an den Fotos angebracht sind. Das Konzept beinhaltet Einheiten (von mindestens je 45 Minuten) zu verschiedenen Themen, die in direkter Beziehung zur Ausstellung stehen wie z.B. Kinderrechte, Menschenrechte, Partizipation, Flucht und Migration sowie Geschlechterrollen, die mit erlebnis-, spiel- und medienpädagogischer Gruppenarbeit einfach und für jede/n nachvollziehbar erläutert werden. Das Konzept wird Multiplikatoren/innen zur Verfügung gestellt.

 

5. Gemeinsam in einem Boot: interregionale und interkulturelle Begegnung am Thüringer Meer

– Saale-Orla-Kreissportjugend im Saale-Orla-Kreissportbund e.V.

Dieses Projekt soll Kindern und Jugendlichen durch einen niederschwelligen Zugang ermöglichen, in einen lebensweltlichen Erfahrungsaustausch zu treten. Während einer mehrtägigen Begegnung im Seesport und Erlebnispädagogischen Zentrum Kloster werden mittels erlebnispädagogischer Maßnahmen mit den Teilnehmenden insbesondere Themen wie demokratische Aushandlungsprozesse, Fairness, Respekt und Toleranz behandelt. Dabei geht es um die gemeinsame Auseinandersetzung junger Menschen sehr unterschiedlicher Herkunftsmilieus und ethnisch-kultureller Kontexte. Alle zusammen sollen der Frage nach eigenen Potenzialen und Teilhabemöglichkeiten nachgehen.
Die Teilnehmenden der Partnerregionen (SOK und Rheingau-Taunus) haben sehr unterschiedliche Erfahrungen mit Personen mit Migrationshintergrund. In der Partnerregion ist der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund deutlich höher, wohingegen die Zuwanderung im Saale-Orla-Kreis erst in der jüngeren Vergangenheit zugenommen hat.
Die Interregionale Perspektive kommt zudem ins Spiel, wenn ehrenamtliches Engagement (im Sportverein, Jugendtreff, etc.), Ausgrenzungserfahrungen und Zukunftsperspektiven zum Thema werden. Neben den Gruppenerlebnissen werden auch persönlichkeitsstärkende Aufgaben absolviert. Die Programmumsetzung findet in der Natur statt, deshalb sind auch Ökologie und Nachhaltigkeit thematischer Bestandteil der Begegnung.

Die zentrale Methode des Projektes ist der erlebnispädagogische Ansatz, durch den die genannten Themen partizipativ bearbeitet werden. Die Erlebnispädagogik befasst sich mit Gruppen-Erfahrungen in der Natur, um die eigene Persönlichkeit aber auch soziale Kompetenzen zu entwickeln. Durch die gemeinschaftliche Bewältigung von Aufgaben ist eine Auseinandersetzung der Jugendlichen untereinander unabdingbar, Gruppenprozesse werden initiiert, intensiv erfahren und verarbeitet.
Sämtliche Erfahrungen dieser gemeinsamen Erlebnisse werden in direkt anschließenden Reflexionsrunden mit methodischer Vielfalt thematisiert und bearbeitet.

 

Allen Projekten wünschen wir bestes Gelingen und hoffen, dass durch dieses beispielhafte Engagement weitere Akteure animiert werden, sich im Landkreis für ein besseres Miteinander einzusetzen.

Fotoausstellung „Landschaft mit Campanile – Plädoyer für Gewaltlosigkeit“

Freunde der Kunst und der Demokratie,

gemäß unseres Mottos „Die Rolle von Kunst und Kultur in der demokratischen Gesellschaft“ präsentieren wir die Austellung

„Landschaft mit Campanile“ – Plädoyer für Gewaltlosigkeit

Zu sehen ist die Ausstellung vom 23.01.2018 bis zum 28.02.2018 im Landratsamt des Saale-Orla-Kreises, Oschitzer Straße 4 in Schleiz, in beiden Verbindungsgängen.

Die Foto – Ausstellung fokussiert nur scheinbar den Blick auf den Glockenturm am Ettersberg – den Campanile, der an das KZ Buchenwald erinnert. Im weiter gefassten Sinne will die Foto – Serie den Blick öffnen helfen für geschichtliche Zusammenhänge in der deutschen und europäischen Geschichte. Dabei werden auch aktuelle Ereignisse und Herausforderungen thematisiert. Die Ausstellung steht im Kontext zum HOLOCAUST – Gedenktag, der am 27. Januar begangen wird.

Landrat Thomas Fügmann wird am 24.01.2018 um 13:00 Uhr die Ausstellung im Foyer des Landratsamtes eröffnen.

Alle sind zur Eröffnung der Ausstellung und natürlich auch in deren weiterem Verlauf herzlich eingeladen!

Antragstellung 2018

Liebe Freunde der Demokratie,

zwar habt ihr ganzjährig die Möglichkeit einen Projektantrag im Bundesprogramm „Demokratie leben“ zu stellen, allerdings läuten wir mit diesem Beitrag das Antragsjahr 2018 ein!

Bei Interesse findet ihr sämtliche Informationen auf dieser Webseite. Rechts könnt ihr euch direkt zum (noch) gültigen Handlungskonzept 2017 klicken, Förderkriterien (unter Projektförderung) erfahren und unter selbigem Link auch das Antragsformular herunterladen.

Keine Ahnung worum es hier eigentlich geht?

Dann unter Projekte schauen oder diese bildliche Zusammenfassung des Förderjahres 2017 anschauen, in der viele verschiedene Projekte gezeigt werden.

Viel Spaß!

 

Noch Fragen?

Dann unbedingt Kontakt aufnehmen.

Wir freuen uns auf eure Anträge!

Weltkindertagsfest, 24.09.2017

Unter dem Motto ‚Kinder eine Stimme geben‘ wird am 24.09.2017 von 14:00-18:00 Uhr auf die Fläche rund um die Gottesackerkirche in Pößneck (zwischen Post und Kaufland) geladen zu einem Kinderfest mit STREETSOCCER, TRAMPOLIN, RAP und GRAFFITI!

Schnappt euch Mama, Papa, Schwester, Bruder, Oma und Opa und eure Freunde und besucht direkt nach dem Wahlbüro dieses vielfältige, kostenfreie Angebot unseres Partners Bildungswerk Blitz!

Kaffee und Kuchen sowie herzhafte Schnittchen stehen für euch bereit!

Viel Spaß!!